Renner goes CIMVCF [deu/eng]

Vom 30. April bis 3. Mai nimmt das Renner Ensemble am Cornwall International Male Voice Choral Festival (CIMVCF) teil. Das CIMVCF ist eines der renommiertesten Festivals dieser Art weltweit, weswegen wir sehr freuen, Deutschland dort zu vertreten! Es bietet Männerchören aus aller Welt die Möglichkeit, Konzerte an verschiedenen Orten in Cornwall zu geben, an Workshops teilzunehmen, sich in einem Chorwettbewerb vor einer internationalen Jury zu messen und Kontakte mit vielen Sängern und Chorleitern zu knüpfen.
Das Renner Ensemble wird beim Wettbewerb in der Kategorie „40 Stimmen und weniger“ mit folgenden Stücken an den Start gehen: Deus, tu convertens von G.P. da Palestrina (+1594), Preghiera von Gioachino Rossini (+1868) und Gloria von Ko Matsushita (*1962). Die Konkurrenz ist stark, aber wir werden selbstverständlich unser Bestes geben!
Neben dem Wettbewerb, der am Samstag, den 2. Mai stattfindet, wird das Renner Ensemble an einer Matinee und zwei Galakonzerten mitwirken. Bei diesen Anlässen werden Teile aus dem aktuellen geistlichen Programm „Da pacem, Domine“ zu hören sein. Wir freuen uns sehr auf die Reise nach England und hoffen natürlich, beim Wettbewerb an die früheren Erfolge des Renners bei internationalen Wettbewerben anknüpfen zu können!

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From 30 April to 3 May, the Renner Ensemble is going to participate in the Cornwall International Male Voice Choral Festival (CIMVCF). The CIMVCF is one most renowned festivals for male voices in the world and so we are very happy to be invited and to represent Germany! Male choirs from around the world get the chance to perform at different places throughout Cornwall, to take part in workshops, to compete in front of an international jury, and to make friends with many other singers and conductors.
The Renner Ensemble is going to compete in the category “40 voices and under” with presenting the following compositions: Deus, tu convertens by G.P. da Palestrina  (+1594), Preghiera by Gioachino Rossini (+1868), and Gloria by Ko Matsushita (*1962). It is going to be a strong competition, but we will give our best!
Besides the competition on Saturday, we are going to perform in a lunchtime concert and two gala concert where pieces from our recent program “Da pacem, Domine” will be sung. We are so looking forward to the trip to England and hope that we can be as successful as former generations of Renners participating in international competitions!

Supplication for Peace – Leitfaden zu den geistlichen Friedenskonzerten 2015

Angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien, Irak, Afghanistan, in der Ukraine und vielen anderen Gegenden und Ländern haben wir uns entschlossen, ein geistliches Programm für ein Friedenskonzert in unser Repertoire aufzunehmen.

Das Programm des geistlichen Friedenskonzerts kann hier eingesehen werden.

Die Einleitung in das Programm bildet der zentrale gregorianische Gesang mit Friedensthematik: die Antiphon Da pacem, Domine aus dem 9. Jahrhundert. Der Friedensgruß Pax Vobiscum aus dem Johannes-Evangelium, mit dem am achten Tag nach der Auferstehung Jesus seine Jünger begrüßt, heißt die Zuhörer unsres Konzerts willkommen. Franz Liszt und ein paar Jahrhunderte vor ihm Cipriano de Rore haben ihn in Töne gesetzt. In der Messe hat der Gruß seinen Platz nach dem Agnus Dei. Der Psalm 85 bittet in den Versen 7 und 8 (hier in einer Vertonung von Giovanni Pierluigi da Palestrina) um das verheißene Heil. Der anschließende Vers 9 „…Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen“ weist inhaltlich bereits auf die bedeutendste biblische Friedensbotschaft im Lukas-Evangelium voraus: Mit „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“ (Lukas, 2,14) frohlocken die Engel über die Geburt Jesu. Dieser Jubelgesang wurde sicher auch wegen seiner Prägnanz an den Anfang des Gloria-Textes gestellt, den wir in einer ganz aktuellen Komposition des Japaners Ko Matsushita vorstellen. Viele weitere liturgische Texte zeugen von der friedlichen Grundeinstellung des christlichen Glaubens. Der britische Komponist Ivan Moody vereint in seinem Supplication for Peace zwei kurze Gebete der griechisch-orthodoxen Kirche bzw. der slawisch-orthodoxen Kirche. Der Mensch soll sich um sein Seelenheil kümmern, nur so kann auch Gott uns den Frieden schenken. Die Antiphon Ubi caritas von Ola Gjeilo bringt zum Ausdruck, dass in der Liebe des Menschen zum Mitmenschen zugleich die Liebe Gottes zum Menschen sichtbar wird. Am Ende des Agnus Dei steht die Bitte an Gott: „Schenk uns deinen Frieden!“- hier in einer sehr eindringlichen Vertonung von Franz Liszt. In die Reihe der Kriegsklagen lassen sich die gegen Ende des Dreißigjährigen Kriegs erschienenen Irenodiae oder Friedens-Gesäng von Johann Werlin einordnen. Sie lassen spüren, wie sich die Menschen damals nach Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen nach Frieden sehnten. Der Motette Supremum est mortalibus bonum pax von Guillaume Dufay liegt ebenfalls ein politischer Anlass zugrunde: Papst Eugen IV. krönte 1433 König Sigismund zum römischen Kaiser, nachdem dieser Frieden mit Venedig geschlossen hatte, der Heimatstadt des Papstes. Während der Kaiserkrönung wurde das Werk Dufays aufgeführt. Der Psalm 121 – nach Zählung der Septuaginta der 122. Psalm und hier in einer Vertonung von Darius Milhaud – gehört zu den Wallfahrtsliedern, die vermutlich ursprünglich von Pilgern gesungen wurden. In ihm wird der Frieden für Jerusalem erbeten. Auf das friedliche Zusammenleben der Menschen setzt der Psalm 133 Siehe, wie fein und lieblich ist´s, von Franz Lachner im romantischen Musikstil komponiert. Auch das Friedenslied von Johann Michael Haydn thematisiert das friedliche Miteinander nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Es leitet über zu den Spirituals, die unser Friedenskonzert beschließen.

Website Probleme der letzten Wochen

Liebe Fans des Renner Ensembles,
leider hatten wir in letzter Zeit ein Problem mit unserer Homepage, dies lag an einer technischen Störung bei unserem Provider.
Dies ist nun soweit behoben damit die Seite wie gewohnt aufgerufen und sich über uns und die anstehenden Konzerte informiert werden kann.
Wir wünschen weiterhin viel Spaß beim informieren und freuen uns euch bei unseren anstehenden Konzerten begrüßen zu dürfen!
Euer Renner Ensemble

Go, tell it on the Mountain

Weihnachtsprogramm 2014

 

Im Advent bereitet sich die Kirche auf das Kommen des Gottessohnes (lat.: adventus = Ankunft) zur Menschheit vor. Diese Zeit ist geprägt von der Erwartung, dass Christus wiederkommt, von der Vorfreude auf das Fest der Geburt und von der Bereitschaft, sich für die Gegenwart Christi im Alltag zu öffnen.

Mit der Verheißung, dass sie den Erlöser gebären soll, schickt Gott seinen Engel zu Maria, die bereitwillig Ja sagt. So erzählt das Lukas-Evangelium. Franz Biebl hat diese Stimmung in seinem bekanntesten Werk, dem 1964 entstandenen Ave Maria, wunderbar eingefangen. In der von Tomás L. de Victoria vertonten marianischen Antiphon zum Weihnachtsfestkreis Alma Redemptoris Mater wird Maria als Gottesmutter gepriesen.

In das Weihnachtsgeschehen führt das doppelchörige O magnum mysterium von Jacob Handl, auch Jacobus Gallus genannt, der vor allem in Olmütz und Prag tätig war. Das Lukas-Evangelium berichtet auch, dass die Engel, nachdem sie den Hirten auf dem Feld die Nachricht vom neugeborenen Messiaskind ausgerichtet haben, Gott gemeinsam mit den Worten verherrlichen: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“. Mit diesen Textzeilen beginnt der Ordinariumsgesang des Gloria in der Messe, hier in einer Vertonung des japanischen Komponisten Ko Matsushita. Meist berufen sich die Texte zu geistlichen Chorsätzen zum Thema „Frieden“ auf dieses im „Gloria“ enthaltene göttliche Gebot „et in terra pax hominibus“, so auch das Friedenslied von Johann Michael Haydn, das das friedliche Miteinander nach kriegerischen Auseinandersetzungen heraufbeschwört. Den lateinischen Friedensgruß Pax vobiscum hat Franz Liszt in Weimar im Jahr vor seinem Tod komponiert und dem Männergesangverein in Straßburg gewidmet. Der britische Komponist Ivan Moody vereint in seinem Supplication for Peace zwei kurze Gebete der griechisch-orthodoxen Kirche bzw. der slawisch-orthodoxen Kirche. Der Mensch soll sich um sein Seelenheil kümmern, nur so kann auch Gott uns den Frieden schenken.

Nach dem Gloria von Ko Matsushita kommen nun drei weitere Ordinariumsgesänge zu Gehör: ein Kyrie von Charles Gounod und ein Benedictus und Agnus Dei von Josef G. Rheinberger, beide mit obligater Orgelbegleitung.

Howard Goodall ist vor allem bekannt als Musical-und Filmkomponist. 2009 wurde er mit einem Emmy für seine Filmmusik zu Blut, Schweiß und Tränen ausgezeichnet. Aber auch seine Sakralmusik lässt aufhorchen wie die Vertonung des Psalms 23: The Lord is my shephard. Die Antiphon Ubi caritas  von Ola Gjeilo bringt zum Ausdruck, dass in der Liebe des Menschen zum Mitmenschen zugleich die Liebe Gottes zum Menschen sichtbar wird.

Mit Advent- und Weihnachtsliedern in Bearbeitungen des ehemaligen Leiters des Renner Ensembles Bernd Englbrecht und des jetzigen Dirigenten Hans Pritschet sowie einem Arrangement des Spirituals Go, tell it on the Mountain von Vijay Singh schließt das diesjährige Weihnachtsprogramm des Renner Ensembles.

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Nachdem wir gestern in der voll besetzten Klosterkirche St. Georg in Weltenburg singen durften, steht schon der nächste Auftritt an: Und es geht auf bestens vertrautes Terrain!
Am kommenden Sonntag, den 05.10., gestalten wir um 10.00 Uhr das Kapitelsamt zum Erntedankfest im Regensburger Dom St. Peter.
Neben anderen Stücken wird die Messe für Männerchor und Orgel von Franz Liszt zu hören sein, die wir im vergangenen Sommer auch auf CD aufgenommen haben.
Die Domorgel wird Regionalkantor Christoph Krückl aus Bayreuth spielen.
Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen!

Kirchenkonzert im Kloster Weltenburg am 27.9.2014 um 19 Uhr

Cantate Domino Kirchenkonzert des Renner Ensembles 2014 Mit einer Vertonung der ersten Verse des Psalms 96 „Singt dem Herrn ein neues Lied“ von Hans Leo Hassler beginnt das geistliche Konzert des Renner Ensembles, das im ersten Teil durch das Kirchenjahr führt: Die Ankunft des Herrn (Advent) wird im Ave Maria, dem bekanntesten Werkvon Franz Biebl angekündigt, das 1964 entstand. In das Weihnachtsgeschehen führt die doppelchörige Motette O magnum mysterium von Jacob Handl, auch Jacobus Gallus genannt, der vor allem in Olmütz und Prag tätig war. O Domine Jesu Christe von Antoine Brumel wird meist in der Buß- und Passionszeit gesungen. Am fünfzigsten Tag nach dem Ostersonntag endet mit dem Fest Pfingsten – der Name ist von dem griechischen Wort Pentecoste (=50) abgeleitet -liturgisch die Osterzeit. An diesem Tag wird das von Christus angekündigte Kommen des Heiligen Geistes gefeiert, dabei erklingt der Hymnus Veni Creator Spiritus, hier in einer Vertonung von Hector Berlioz. Der lateinischen Motette In te Domine speravi von Josquin Desprez zum 12. Sonntag im Jahreskreis liegt im Original eine weltliche Frottole mit ironisch gemeintem Psalm-Zitat zugrunde. Darin erinnert Josquin seinen damaligen Arbeitgeber, den Kardinal Ascanio, an eine noch nicht erfolgte Bezahlung seiner Dienste. Kurz vor dem Ende des Kirchenjahrs wird in den Novembertagen besonders an die Vergänglichkeit des Menschen erinnert. 1869 komponierte Peter Cornelius die Trauergesänge op. 9. Dabei verwendete er bekannte Melodien wie das „Ach wie nichtig, ach, wie flüchtig“ von Michael Franck (1652). Am Ende des Zyklus steht die Vertonung des „Von dem Dome, schwer und bang“ aus Friedrich Schillers Glocke. In der Weltenburger Klosterkirche findet man viele Fresken zu Ehren der Gottesmutter, z.B. die Krönung Mariens im Deckenfresko und die Aufnahme Mariens in den Himmel im Presbyterium. In unserem Programm preisen die Marienmotetten Ave Maria von Josef G. Rheinberger und Tota pulchra es von Maurice Duruflé die Gottesmutter.Ein Zeitgenosse des komponierenden Weltenburger Benediktinermönchs Benno Grueber (1759-1796) ist Franz X. Schnizer, ebenfalls ein Benediktiner, aber im Reichsstift Ottobeuren tätig. Seine Orgelsonaten zählen zu den schönsten Kompositionen des bayerischen Rokoko. Der Psalm 121 – nach Zählung der Septuaginta der 122. Psalm und hier in einer Vertonung von Darius Milhaud – gehört zu den Wallfahrtsliedern, die vermutlich ursprünglich von Pilgern gesungen wurden. Der Psalm 150 bildet den Abschluss aller Psalmen und wird oft als Schluss-Halleluja bezeichnet. Thomas Humbs reiht sich in die große Komponistenschar ein, die diesen Psalm in Töne gesetzt hat und damit zum Lob Gottes und seiner Taten mit verschiedenen Instrumenten aufruft. Kompositionen von Hugo Wolf und Richard Strauss über Gedichte von Eichendorff und Rückert leiten in den Schlussteil des Konzerts über, in dem in Spirituals und Gospels die Hilfe und der Schutz des Herrn erbeten werden.

Pfingsthochamt mit Liszt

Am Pfingstsonntag den 8.6.2014 gestaltet das Renner Ensemble unter der Leitung von Hans Pritschet und dem Organisten Christian Bischof das Pfingsthochamt in St. Margaret, München um 10.30 Uhr.

Zur Aufführung kommt die Messe für Männerchor und Orgel c-Moll von Franz Liszt, sowie “Veni creator spiritus” von Hector Berlioz.

Mehr Informationen erhalten sie hier:

http://www.wochenanzeiger-muenchen.de/sendling/kirche+%26+religion/nachrichten/Pfingsthochamt+mit+Liszt,65233.html

Passionskonzerte mit dem Renner Ensemble 2014

Am 14.3.2014,15.3.2014 und am 16.3.2014 tritt das Renner Ensemble, unter der Leitung von Dr. Hans Pritschet, in Regenstauf, Abensberg und Bogenberg auf um Ihr Programm “Hebe Deine Augen auf” darzubieten.

Acht Tage vor dem Osterfest ist Jesus unter Jubelrufen des Volkes in Jerusalem eingezogen. Daran erinnert die gregorianische Antiphon Hosanna filio David, die am Palmsonntag bei der festlichen Prozession der Gemeinde in das Gotteshaus gesungen wird. Mit diesem Gesang beginnt die „Heilige Woche“, die auch „Karwoche“ (Trauerwoche) genannt wird. Am Abend des Gründonnerstags feiert die Gemeinde zum Gedächtnis des Letzten Abendmahles die Eucharistie. Mancherorts nimmt dabei der Priester an Gemeindemitgliedern eine Fußwaschung vor eingedenk der gleichen Handlung von Jesus an seinen Jüngern, wie das Johannes-Evangelium berichtet.  Bei diesem Ritus wird die Antiphon Ubi caritas (Vertonung von Ola Gjeilo) gesungen, die zum Ausdruck bringt, dass die Fußwaschung ein Zeichen der Liebe des Menschen zum Mitmenschen und zugleich der Liebe Gottes zum Menschen ist. Der Text der Antiphon stammt vermutlich aus Frankreich und wurde im 10. Jahrhundert verfasst. Das Responsorium Tenebrae factae sunt von Tomás Luis de Victoria aus der Karfreitagsliturgie berichtet auf dramatische Weise von der Sterbensstunde  Jesu Christi am Kreuz. Den Gedanken, dass dieser Tod für die Menschen Erlösung von Sünden und Tod bedeutet, greift Martin Luther in seinem Liedtext „Mitten wir im Leben sind“ auf.  Bei den Trauergesängen op. 9 von Peter Cornelius, die zu den ergreifendsten Männerchorwerken des 19. Jahrhunderts gehören, bildet dieses Lied die Zyklusmitte. In den ersten beiden Gesängen stehen die Vergänglichkeit des Lebens, des irdischen Tuns bzw. der Schmerz der Hinterbliebenen im Mittelpunkt. Dem Grablied (Nr.4) liegt Schuberts Der Tod und das Mädchen zugrunde, den Text dazu verfasste Cornelius selbst. Die Vertonung „Von dem Dome schwer und bang“ aus Schillers Das Lied der Glocke schließt den Zyklus ab. Man kann in diesem letzten Teil klangmalerisch die Glocke, die hier das letzte Geleit beim Begräbnis der Mutter gibt, vernehmen. Peter Cornelius  war ein glühender Verehrer der Musik Franz Liszts, zeitweise war er sogar dessen Privatsekretär. 1848 komponierte Franz Liszt die Messe in c-Moll für Solo, Männerchor und Orgel. Zu dieser Zeit  war der Richtungsstreit unter Komponisten, Geistlichen, Dichtern u.a. schon lange entbrannt, wohin sich die Kirchenmusik in der  Zukunft entwickeln sollte. Die einen forderten eine Restauration, sie erklärten die Musik Palestrinas zum Ideal und gründeten als „Cäcilianer“ einen eigenen Verband. Für die anderen war diese Bewegung zu reaktionär, sie wollten die Kirchenmusik  von den aktuellen Kompositionsneuerungen nicht ausschließen.  Irgendwo dazwischen positionierte sich Liszt, indem er einstimmige Phrasen (in der Tradition des gregorianischen Chorals) mit modernen Harmoniefortschreitungen verband und nur spärlich Chromatizismen einsetzte. Dies zeigt sich auch in der c-Moll-Messe, die bereits 1848 – wie Liszt mehrmals schreibt – fertig komponiert war, aber erst am 15.August 1852 zur Geburtstagsfeier des Präsidenten der französischen Republik in Weimar zur ersten Aufführung kam.

Die vierzigtägige Bußzeit, die am Aschermittwoch beginnt und auf die Osterfeier vorbereitet, ist geprägt von vielen Gebeten und Psalmen, die zur Umkehr des Sünders aufrufen, aber auch das Geborgensein in Gott zum Inhalt haben. Im Eröffnungsgesang Hier liegt vor deiner Majestät aus der Deutschen Messe von Michael Haydn wirft sich die christliche Gemeinde ganz schuldbewusst vor Gott nieder und bittet um Vergebung der Sünden. Der Psalm 121 Hebe deine Augen auf in der Vertonung von Felix Mendelssohn Bartholdy spricht die Gewissheit aus, dass Gott Tag und Nacht Schutz bietet und dass, wer ihm vertraut, in ihm geborgen ist. Den Segen der brüderlichen Eintracht beschwört der Psalm 133: „Siehe, wie fein und lieb ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!” in der Komposition von Franz Lachner. Mit Hear my prayer (2005) von Matthias E. Becker und dem bekannten irischen Segenswunsch May the Road Rise to Meet You von David Hamilton klingt das Passionskonzert 2014 des Renner Ensembles aus.

Infos zu den Weihnachtskonzerten 2013 ” Ad te levavi”

Ein paar Informationen zu den anstehenden Weihnachtskonzerten

Die Adventzeit ist liturgisch und kirchenmusikalisch geprägt vom Warten und von der inneren Vorbereitung auf die Geburt Christi. Viele Kompositionen berichten von der ungeduldigen Erwartung des Erlösers und von der Erwählung Mariens zur Mutter. Der Advent ist aber auch Zeit der Stille, des Gebets, der Umkehr, der Buße und der Besinnung auf die wahren Werte. Das Weihnachtsprogramm des Renner Ensembles zeigt all diese adventlichen Facetten. Es beginnt mit dem berühmten gregorianischen Choral-Introitus zum 1. Adventssonntag Ad te levavi. Dieser Gesang ist zugleich der Beginn des Kirchenjahres der katholischen und evangelischenKirche. In vielen historischen Choral-Codices steht deswegen dieser Choralauf der ersten Seite und sein Initiale ist meist reich ausgeschmückt. Zwei Motetten Canite tuba von Jacob Handl und Deus tu convertensvon Giovanni P. da Palestrina, die das ungeduldige Warten auf den Erlöser und die durch sein Erscheinen hervorgerufene Motivation des Gottesvolkes thematisieren, führen hin zum wunderbaren weihnachtlichenO magnum mysterium, die bekannteste und wundervoll meditative Komposition des Amerikaners Morten Lauridsen.Im Eröffnungsgesang Hier liegt vor deiner Majestätaus dem Deutschen Hochamt von Michael Haydn wirft sich die christliche Gemeinde ganz schuldbewusst vor Gott nieder und bittet um Vergebung der Sünden. Die Hymne an Gott(Text: Johann Agricola; Musik: Michael Haydn) spricht von der Liebe, die aus Gottes Wort leuchtet, und von der Bitte, dass diese Liebe in die Herzen der Gläubigen dringt.Die marianischen Motetten zeigen uns Maria als nicht von der Erbsünde belastete Mutter (Tota pulchra es), als Mensch, der eine barmherzige Fürsprecherin menschlicher Bitten ist (Laudi alla Vergine Maria) und als Empfängerin der Botschaft des Engels Gabriel (Ave Maria). Die gregorianische Missa „Cum Jubilo“, auf der die Kompositionvon Maurice Duruflé fußt, wird häufig an marianischen Festtagen gesungen. Die Freude über die Geburt Christi greift die Vertonung des Psalms 100 von Johann C. Aiblinger auf. Der Psalm 121 Hebe deine Augen auf von Felix Mendelssohn Bartholdy spricht die Gewissheit aus, dass Gott Tag und Nacht Schutz bietet und dass, wer ihm vertraut, in ihm geborgen ist. Den Segen der brüderlichen Eintracht beschwört der Psalm 133: „Siehe, wie fein und lieb ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!” in der Komposition von Franz Lachner. Eintracht schließt ein, einander zu bejahen und einander so anzunehmen, dass manfriedlich beieinander wohnen kann. All diese Psalminhalte lassen neben der Freude über die Geburt Christi den adventlich-weihnachtlichen Grundgedanken der Geborgenheit in Gott und in der Gemeinde spüren.Zum Advent- und Weihnachtsgeschehen zurück kehren die Schlusslieder des Programms. Neben dem berühmten Maria durch ein Dornwald ging(Vertonung von Hans Pritschet) und dem Vom Himmelhochvon Michael Prätorius kommt auch An American ChristmaszurAufführungin dankbarer Verneigung vor dem Gründer und langjährigen Leiter (1987-2003) des Renner Ensembles Bernd Englbrecht.
 

Ein kleiner Ausschnitte aus den aktuellen Zeitungsrezensionen

Wir möchten uns bei allen Zuhörern der letzten Konzerte ganz herzlich für den enthusiastischen Applaus und die vielen begeisterten Zuschriften bedanken.

„ … Und so erlebten die Zuhörer gleich zweierlei Premieren: ein Konzert des Renner-Ensembles und erstmals im Rahmen der Sommerkonzerte auch die Kapitelkirche, die einen adäquaten Rahmen für den Kunstgenuss vom Feinsten bot: hinsichtlich ihres Ambientes wie auch bezüglich der hervorragenden Akustik, die feinste Nuancen anspruchsvollen Chorgesangs hörbar macht. Und diese beherrscht der Männerchor meisterhaft, beeindruckend, berauschend, betörend und überwältigend. Die Zuhörer waren förmlich eingehüllt in Klanggebilde aus den Kehlen von 14 Männerstimmen, vom tiefsten Bass hinauf ins Falsett, A-cappella-Gesang, wie man ihn besser kaum hören kann…“ (Hans Steininger im Donaukurier am 17.7.2013)

„ … Vokale Kammermusik vom Feinsten bot das „Renner Ensemble“, inspiriert von der präzisen Zeichengebung Hans Pritschets, und setzte weitere inhaltliche Schwerpunkte mit vier Gebeten des Franz von Assisi in der Vertonung Francis Poulencs, deren raffinierte Klangfolgen die Sänger teils in akzentuierter Deklamation, teils in schwebender Eleganz formten…“ (Gerhard Dietel in der Mittelbayerischen Zeitung vom 16.4.2013)

Wir freuen uns auf Ihr Kommen in eines der nächsten Konzerte!